Dopamin Neurotransmitter mit vielen Einflussfaktoren

Dopamin der Hirnbotenstoff für Belohnung und Motivation

Dopamin ist einer der bekannten und bedeutenden Neurotransmitter in unserem Nervensystem. Er beeinflusst Motivation, Bewegungskontrolle und Impulskontrolle, ist an Stimmungen, Schmerzempfinden und Stressreaktionen ebenso beteiligt, wie an sehr vielen anderen komplexen Vorgängen im Nervensystem. Ein Ungleichgewicht oder Störungen in den Rezeptoren rufen massive psychische und körperliche Syndrome, bzw. Krankheitsbilder hervor. Zu diesen Krankheitsbildern und Syndromen gehören ADHS, Parkinson, Restlesslegs ( RLS ). Natürlich gibt es genetische Faktoren, die eine Disposition für eine solche Problematik bilden, auch wird natürlich die Neuroplastizität des Gehirns durch Erfahrungslernen beeinflusst. Was jedoch oft verschwiegen wird oder einfach gar nicht bekannt ist, dass es einige weitere Faktoren gibt, die den Dopaminspiegel beeinflussen. Einige, teilweise sehr banale, davon seien hier genannt, es besteht jedoch kein Anspruch, darauf, dass alles erwähnt werden kann.

17 Einflussfaktoren auf den Dopaminspiegel und die Psyche

  1. Disstress, beeinflusst das Dopaminerge System negativ und es gerät aus dem Gleichgewicht. Dies kann zu Stress bedingten Depressionen führen, weil das „Belohnungssystem“ des Körpers nicht mehr reagiert.
  2. Vitaminmangel, es gibt Vitamine, die einen Einfluss auf die Synthese des Neurotransmitters haben. VitaminB6, Folsäure, VitaminB3 ( Niacin ) Vitamin C und VitaminB12 sind wichtige Cofaktoren, besteht hier ein Mangel oder eine Stoffwechselstörung, die verhindert, dass das Vitamin aktiviert wird, oder wird es an anderer Stelle vermehrt verbraucht, ist auch die Synthese des Neurotransmitters beeinträchtigt.
  3. Das gleiche wie für Vitamine gilt auch für Mineralstoffe, insbesondere Zink, Eisen, Magnesium und Kupfer.
  4. Vitamin E schützt vor Neurotoxinen (Nervengiften) wie PCB und bestimmten Drogen, so dass der Dopaminlevel nicht verringert wird.
  5. Fettsäuren wie Omega3 haben einen erheblichen Einfluss auf die Dopaminbalance
  6. Gewürze wie Ingwer und Kurkuma können ebenfalls den Dopaminlevel heben (sie haben ebenfalls Wirkung auf die anderen Transmitter und auf die Leberentgiftung)
  7. Eine der wichtigsten Aminosäuren zur Erhörung des Dopaminspiegels ist Tyrosin. (Auch bei Aminosäuren kann man Defizite messen lassen)
  8. Sport und andere Betätigungen wie Yoga können den Dopaminlevel anheben, hier kommt es zu vermehrter Ausschüttung und verminderter Wiederaufnahme Reuptake
  9. Andererseits gibt es auch Faktoren, die den Dopaminspiegel oder die Wirksamkeit empfindlich senken, wie eine übermäßige Aufnahme von Omega6 Fettsäuren, was zu Entzündungen führt.
  10. Gluten kann einen negativen Effekt auf Dopamin haben.
  11. Chronische und akute Entzündungen können über das Zurückhalten des verfügbaren Eisens im Ferritin eine Absenkung des Dopaminlevels bewirken. Hier kann es sich zum Beispiel um Autoimmunprozesse (wie Hashimoto) handeln, Infektionen, Darmentzündungen durch Nahrungsmittel oder Antibiosen.
  12. Ein Vitamin A–Mangel vermindert ebenfalls die Verfügbarkeit des Speichereisens.
  13. Auch eine bestehende Histaminproblematik im Körper kann die Dopaminproduktion negativ beeinflussen (insbesondere, wenn diese aufgrund bestimmter Enzymdefekte auftritt), jedoch ist hier auch an die Mastozytose zu denken.
  14. Wenn „versteckt“ (heterozygot) die Erbanlage für #Phenylketonurie vorliegt ist das Enzym für die Umsetzung des Phenylalanins zu Tyrosin gestört und somit die Dopaminsynthese verringert.
  15. Genetische Störungen in der Aktivierung der o.g. Vitamine ( MTHFR ) beeinträchtigen die Synthese.
  16. Erbanlagen für das Enzym zur Wiederaufnahme des Transmitters können gestört sein (COMT-Gen, DRD3/2,SLC6A3 )
  17.  Sexualhormone, insbesondere Östrogen, aber auch Prolaktin und Progesteron haben Einfluss auf Serotonin und Dopamin. Was die Schwankungen mancher Befindlichkeiten während des weiblichen Zyklus´ und die Unterschiede zwischen Männern und Frauen erklärt.

Es gibt natürlich einige weitere Faktoren, die einen Einfluss auf Dopamin haben, da sie aber entweder schädigende Wirkungen (Koffein, Alkohol…) entwickeln oder eher therapeutisch einzusetzen sind (MPH, Theanin, Taurin ) werden sie hier nicht weiter erwähnt.
Dies kann nur eine Übersicht an Informationen sein, die anregt weiter zu suchen und recherchieren, Fragen zu stellen und neue Denkanzätze zu erkunden, denn kaum etwas ist so kompliziert am menschlichen Körper, wie das Nervensystem und damit verbundene Systeme.

 

http://www.kup.at/kup/pdf/7570.pdf

https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-71361-3_12

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-0029-1240905

https://books.google.de/books?id=CAVc4qAtliMC&pg=PA268&dq=dopamin+eisen&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjuoKLi-uLVAhWLAxoKHS80A2MQ6AEIJzAA#v=onepage&q=dopamin%20eisen&f=false

https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF00244557?LI=true

https://www.researchgate.net/profile/Markus_Kathmann/publication/33746060_Charakterisierung_des_Histamin-H3-Rezeptors_Untersuchungen_zu_Struktur-Wirkungs-Beziehungen_zum_Vorkommen_von_Rezeptor-Subtypen_und_zur_Kopplung_an_Adenylatcyclase/links/0deec536b36777e3ba000000.pdf

https://link.springer.com/article/10.1007/s10899-007-9060-x

http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/15779/1/Zusammenfassung-%20Dissertation%20David%20Wagner%20(Der%20Einfluss%20des.pdf