Maca Liebeswurzel und Gehirndoping

Maca

Die Wurzel ist ein Gemüse der Brokkoli-Familie. Traditionell wird findet es Verwendung als Aphrodisiakum, sowohl für Männer, als auch Frauen. Maca ist der gemeinsame Name für Lepidium meyenii . „Maca root“ bezieht sich auf die Wurzel der Pflanze, die einer Rübe ähnelt. Sie wurde auf der ganzen Welt verwendet. Doch nicht nur als Aphrotisiakum, sondern auch als Nootropikum, im Volksmund „Gehirndoping“ ist Maca bekannt.

 

Die Wurzel wird auch manchmal als peruanischer Ginseng bezeichnet, was einen Hinweis auf die Herkunft gibt. Am ehesten verwandt ist sie jedoch mit Raps, Senf, Rübe, schwarzem Senf, Kohl, Gartenkresse und Wasserkresse. In der Andenregion Peru verwendete man die Pflanze als Volksmedizin für Vitalität und Fruchtbarkeit.
Während in der Andenregion die Wurzel als Gemüse verwand wird, ist hier die Anwendung in Kapselform üblich.
Lepidium meyenii enthält beispielsweise die Minerale Kalzium, Kupfer, Zink und Kalium und Vitamine wie Vitamin C, Riboflavin und Thiamin.
Es gibt verschiedene Varianten von Maca von Weiß bis Schwarz; Die häufigste ist Gelb.
In vergleichenden Studien scheint Black Maca eher neuroprotektiv als Gelb oder Rot zu sein und hat den größten Nutzen für die Spermatogenese. Red Maca hat den besten Einfluss auf die Prostata.

7 Wege, wie Maca nicht nur deiner Gesundheit „auf die Sprünge“ hilft

 

Tradition bestätig, die Liebeswurzel belebt die Sexualität

Lepidium meyenii zeigte in Studien Wirkung auf Frauen wie Männer ohne hierbei einen Einfluss auf die Sexualhormone wie Östrogen und Testosteron zu nehmen Bei der Erhöhung des Sexualtriebes zeigte sich eine langzeit Einnahmen wirksamer, als eine akute Einmalgabe. So erhöhte die Gabe täglich 1,5 g oder 3 g Lepidium meyenii bei ansonsten gesunden Männern das sexuelle Verlangen deutlich.
Bei Männern mit leichter erektiler Dysfunktion führte Maca (2,4 g) zu signifikanten Verbesserungen der erektilen Dysfunktion. Ebenfalls zeigte eine Studie die Wirksamkeit bei durch Antidepressiva induzierte sexuelle Dysfunktion

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Prostatahyperplasie vermindert

Die Variante von Red Maca scheint in der Lage zu sein, das Prostata-Wachstum zu unterdrücken, wo Schwarz und Gelb dazu ineffektiv sind. Es gibt sehr vielversprechende Ergebnisse zu Red Maca, bei der Verringerung der Prostata-Größe (Biomarker für Prostatakrebs Risiko).
Darüber hinaus wurde festgestellt, dass Red Maca die Zunahme der Prostata-Zinkspiegel verhindert, die die Umwandlung von Testosteron zu Dihydrotestosteron (DHT) erleichtern. Dieselbe Studie fand auch signifikante Korrelationen zwischen prostatischen Zinkspiegel und dem Prostatagewicht.

Hoden

In einer Studie über Blei-induzierte Hodenschäden, zeigte die Liebeswurzel protektive Wirkung.
In Bezug auf die Spermatogenese stellte man fest, dass Black Maca positivere Auswirkungen auf die Spermatogenese im Vergleich zu Gelb und Rot hat. Im Allgemeinen sind Verbesserungen der täglichen Spermienproduktion bereits vom ersten Tag zu verzeichnen. Lepidium meyenii ist auch in der Lage, die Unterdrückung der Spermatogenese und der Spermienzahl, die durch Blei wird, aufzuhalten. Maca scheint also im Allgemeinen Schutz für die Hoden zu gewähren, wobei die Variante von Black Maca  am effektivsten bei der Erhöhung der Produktion von Spermien (und theoretisch Fruchtbarkeit) erscheint.

Angst und Depression

Mehrere Studien, insbesondere aber bei Frauen nach den Wechseljahren, deuten darauf hin, dass die Wurzel bei Angst und Depression unterstützen und lindern könnte.

Gehirndoping

Der in den Studien nachgewiesene Effekt auf die Gehirnleistung ist relativ gering, sicherlich gibt es in diesem Rahmen stärkere Pflanzen.

Schutzschild für das Nervensystem

Eine Studie zeigte, dass  eine Injektion von 3 mg / kg Körpergewicht Maca-Extrakt die Infarktgröße bei einem Schlaganfall signifikant senkte. Während ein andere Studie im Tierversuch mit unterschiedlichen Dosen (0,125, 0,25, 0,5 und 1 g / kg) Black Maca Auswirkungen auf alkoholbedingten Gedächtnisstörung zeigt. Auch weitere Studien legen nahe, dass die Wurzel ein starker neuroprotektiver Agent zu sein scheint, und Black Maca stärker neuroprotektiv ist, als andere.

Knochendichte normalisiert sich

Tierversuche weisen auf eine positive Wirkung auf die Knochendichte nach Entfernung der Eierstöcke hin.

Maca und Cholesterin/ Triglyceride

Es gibt Hinweise, dass Lepidium meyenii Cholesterin und Tryglyzeride leicht senkt. Dies ist ein durchaus willkommener präventiver Nebeneffekt, wenn es auch nicht als Hauptnutzen anzusehen ist.

Übliche Dosierungen

Die empfohlene Dosis für Maca variiert recht stark. Oft findet man in Quellen die Angabe 1.500-3.000mg. Im Tierversuch werden jedoch wesentlich höhere Dosen, abhängig vom Körpergewicht verwendet, 1 – 2 g pro kg Körpergewicht.
Maca kann durch den Verzehr von Maca-Wurzeln oder durch Maca-Extrakt konsumiert werden. Extrakte sollten auf Wasser oder Ethylacetat basieren. Die Einnahme empfiehlt sich täglich mit den Mahlzeiten. Da die Wurzel einen eher unangenehmen Geschmack hat sind Kapseln dem Pulver vorzuziehen.

Sicherheit

Es wurden keine signifikante Toxizität oder Nebenwirkung der Wurzel gemeldet, wobei eine Studie berichtet, dass 0,6 g Lepidium meyenii für 90 Tage mit einem erhöhten diastolischen Blutdruck  einherging. Im Tierversuch wurden bis zu 5 g / kg Körpergewicht ohne nachteilige Effekte toleriert. Menschen haben im Versuch bis zu 3 g der Pflanz am Tag gut vertragen. Derzeit nicht bekannt ist, ob es für die Verwendung in der Schwangerschaft sicher ist oder nicht.

 

Quellen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19781622

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18801111

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https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3856628/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11753476