Mongolischer Tragant Astragalus – Anti-Aging Allroundtalent

Astragalus schützt Herz und Nerven, heilt Wunden, boostet das Immunsystem

 

Eine Heilpflanze der chinesischen Medizin, die Gesundheit und Lebensqualität deutlich erhöhen kann

 

Astragalus membranaceus, der mongoische Tragant, ist ein wichtiges Kraut in der traditionellen chinesischen Medizin. Es wurde in einer Vielzahl von Kräutermischungen und „natürlichen“ Heilmitteln verwendet, darunter Dang-gui buxue tang, wo es zusammen mit Angelicae Sinensis verwendet wird.
Studien über Tragant wurden bezüglich seiner Herz schützenden, entzündungshemmenden und Anti- aging Eigenschaften durchgeführt.
Die Hauptwirkkomponente der Pflanze hat eine geringe Bioverfügbarkeit. Dennoch haben selbst diese niedrigen Konzentrationen kardioprotektive Effekte.

Zwar beweisen Studien, dass Tragant die Auswirkungen des Alterns vermindern kann, aber es gibt keine Studie, die beweisen würde, dass er auch die Lebensspanne verlängert.

Schaut man die Entsprechungen der traditionellen chinesischen Medizin, wurde das Mittel traditionell für Störungen des Qi der Milz verwendet; Durchfall, Müdigkeit und Appetitlosigkeit, aber auch in Zusammenhang mit dem „Yang Qi“ (Magen, Uterus und Anal Prolaps) und „Lungen-Qi“ (häufige Erkältungen, spontanes Schwitzen, Atemnot.

 

Was Astragalus wirklich kann

 

10 wissenschaftlich nachgewiesene Wirkungen von Tragant

 

Anti-Aging durch Schutz der Mitochondrien

Studien wiesen nach, dass Extrakte der Pflanzen zum einen Wirkung auf die Mitochondrien zeigen, dies unterstützen und schützen. Zum anderen wird das Erbgut der Zellen vor oxidativen Schäden geschützt. Dies in Kombination mit den weiter unten genannten metabolischen Wirkungen führt zu einem Anti-Aging Effekt. Dieser führt jedoch eher zu mehr Lebensqualität, ist jedoch nicht in der Lage, die Lebensspanne zu verlängern. Insgesamt scheint hier die gesamte Pflanze besser zu wirken als das Extrakt des Hauptwirkstoffes

 

Schutz des Nervensystems

In einer Studie konnte ein Extrakt von Astragalus (63% Astragaloside), der oral bei 10-40 mg / kg Körpergewicht aufgenommen wurde den Alzheimer fördernden Effekt eines  Medikaments abschwächen. Weitere Forschungen deuten darauf hin, dass Astragalus vor Neurodegeneration durch Stress schützen könnte. Es ist ein Adaptogen.
Es wurde festgestellt, dass die entzündungshemmenden Wirkungen von Astragalus in Dosen von 40-80 mg / kg Körpergewicht bei Ratten in der Lage sind, schädliche Prozesse nach Sauerstoffmangel oder Schlaganfall zu unterdrücken. Dies kann zu weniger neuronalen Tod und Nervenschaden führen.

Umfassende Herz-Kreislauf-Gesundheit mit Tragant

Herzgewebe

Astragalosid IV, scheint das Herz während der Sauerstoffmangel am Herzmuskel teilweise zu schützen. Herz-Mitochondrien profitieren ebenfalls vom Schutz des Extraktes.  Astragalosid IV besitzt eine entspannende Wirkung auf die Hauptschlagader, Arterien. Jenseits der direkten Entspannung kann Astragalus Reize anderer Stoffe abschwächen, die zum Zusammenziehen der Gefäße führen. Darüber hinaus bewahrt das Extrakt die entspannende Wirkung des Acetylcholin bei zu hohem Homocystein.  Astragalosid scheint starke Schutzwirkungen auf das Herz zu haben, wobei noch ungeklärt ist, ob man von dieser auch bei oraler Einnahme hinreichend profitiert.

Coxsackie Viren

Im Tierversuch wurde nachgewiesen, dass die Pflanze in der Lage ist die Vermehrung der Viren zu hemmen.

Blutdruck

Mehrere Studien stellten fest, dass erhöhter Blutdruck durch Tragant gesenkt werden kann.

Artheriosklerose

Hier spielen sowohl die Wirkungen auf die Blutfettwerte, als auch die entzündungshemmenden Eigenschaften eine entscheidende Rolle für den Schutz vor Artheriosklerose

Herzinsuffizienz

Eine Studie mit 90 Patienten mit chronischem Herzinsuffizienz zeigte verbesserte Herzkontraktionen mit Astragalus (als Astralagus-Granulat) mit 4,5 g und 7,5 g.In China und steht die Pflanze als Injektionen für die Behandlung von Herzinsuffizienz zur Verfügung und ist gut untersucht.

Günstige Wirkungen auf den Fettstoffwechsel

Triglyceride

Das Astragalus-Polysaccharid hat im Tierversuch gezeigt, dass Triglyceride um 30% nach oraler Verabreichung von 0,25 g / kg Körpergewicht reduziert werden.

Lipoproteine ​​

Nach der oralen Verabreichung von Astragalus-Polysacchariden bei 0,25 g / kg im Tierversuch wurden sowohl LDL-C als auch HDL-C um 45,8% reduziert.

 

Interaktionen mit Glukosestoffwechsel

Astragalus kann den Zustand des Typ-II-Diabetes im Tierversuch lindern.  Tragant scheint auch die Fähigkeit zu haben, über Fettzellen in den Glukosestoffwechsel einzugreifen und möglicherweise den diabetischen Zustand durch eine Vielzahl von Mechanismen und Verbindungen zu verbessern.

 

Entzündungen und Immunsystem

Astragalus ist allgemein bekannt für seine immunmodulatorischen Wirkungen und hat diese in vivo gezeigt. Das Astragalus-Polysaccharid scheint die Sekretion von entzündungshemmenden Zytokinen zu induzieren und die Immunzellenproduktion zu stimulieren.

Herpes simplex

Auch im Kampf gegen Herpes zeigte sich die chinesische Pflanze erfolgreich, sowohl in der Hemmung der Viren, als auch in der Bewältigung ihrer Zellgifte.

Nieren

Bei Menschen hat Astragalus die Verringerung der Menge an Schäden an den Nieren durch Schockwellen gezeigt. Auch bei der mit Lupus assoziierten Nierenentzündung, diabetischer Nierenenkrankung und allgemeiner Nierenerkrankung scheint Schutzwirkung gegeben. Trotz der beeindruckenden Beweise für die Auswirkungen von Astragalus auf das Nierengewebe werden viele Studien mit Astragalus-Injektionen durchgeführt. Orale Dosen scheinen wirksam zu sein, aber alle aufgezeichneten oralen Dosierungen sind ziemlich hoch.
Bei der Anwendung der Pflanze erfolgte vermehrtes Wasserlassen/ Entwässerung bei einer oralen Dosis von 0,3 g / kg Körpergewicht beim Menschen.

Anwendungen in der Krebstherapie

Begleitend zur Chemotherapie, konnte Tragant im Tierversuch die Funktionalität des unterdrückten Immunsystems wieder herstellen.
Es zeigt die Fähigkeit das Zellwachstum von myeloiden und makrophagenartigen Tumoren zu hemmen.

Schutzwirkungen auf die Haut bei Sonne, Dermatistis und Neurodermitis

Im Versuch zeigte sich die Pflanze bei oraler Anwendung sowohl gegen Neurodermitis effektiv und konnte diese reduzieren, als auch gegen eine Chemikalien induzierte Hautreaktion. Auch äußere Anwendung über ein Hydrogel mit Natriumalginat und 1% Gelatine, sowie 1: 100 DimethylSulfoxid: Astragalus war erfolgreich.
Ebenso kann Astragalus die Haut vor Schäden durch UV-Bestrahlung schützen, im Rahmen seiner Anti-Aging Funktionen schützt er vor Hautalterung.
Interessanterweise scheint eine andere Komponente von Astragalus Membranaceus in der Lage zu sein, die Bildung von Melaninpigmenten in Hautzellen zu hemmen.

Wundheilung durch Tragant

Im Tierversuch wurde täglichen eine 0,5% ige Astragalosid IV-Lösung äußerlich an der Wunde angewandt, mit dem Erfolg, von 21% der Wundheilung am Tag 6, anstatt 8% in der Kontrollgruppe, abgeschlossen war. Am Tag 30 hatte die Astragaloside IV-Gruppe volle Heilung erreicht
Eine Verabreichung aus Astragalus (0,25 g) in einer Lösung aus Natriumalginat (1%) und Gelatine ist  die bei der Beschleunigung der Wundheilung signifikant wirksamer, als das reine Extrakt (vgl. oben) Eine weitere Steigerung der Wirksamkeit kann durch die Kombination Astragalus mit Rehmanniae Radix (2:1 ) erreicht werden. Zusätzlich zum Wundheilungseffekt zeigt sich eine reduzierte Nabenbildung und bessere Verheilung der Wunden. Hierbei ist das Extrakt der Gesamtpflanze effektiver als Astragalosid alleine, da ein weiterer Bestandteil des Extrakts (Formononectin) auch die Wundheilung beschleunigen kann.

Verschiedene traditionelle Kombinationen von Pflanzen mit Tragant

 

Es gibt verschiedene und vielseitige Kombinationen mit anderen Pflanzen der TCM, die sich in ihrer Wirkung mit Tragant nicht nur hervorragend unterstützen, sondern auch sich gegenseitig verstärken. Oft findet man diese Kombinationen in den traditionellen Rezepturen, aber auch die Wissenschaft untersuchte und bestätigte einige der Synergieeffekte, wie beispielsweise die Kombination Astragalus mit Rehmanniae Radix bei der Wundheilung. Eine der günstigsten und effektivsten Kombinationen ist die bereits genannte traditionelle mit Angelicae Sinensis.

 

Dosierung und Einnahme

 

Astragalus membranaceus, der mongolische Tragant wirkt verstärkt in der Kombination mit  Angelicae Sinensis, dem chinesischen Engelwurz, man nennt dies „synergetisch“. Die traditionelle chinesische Zubereitung erfolgt mit etwas Wein, wobei das Verhältnis Astragalus: Angelicae 5: 1, beispielsweise 60 g Astragalus und 10g Angelicea ist. Diese Kombination wird traditionell Dang-gui buxue tang genannt. Empfohlende Dosis liegt hier bei ca. 18 g. Astragaloside. Diese Hauptwirkstoffe  scheinen jedoch in Alkohol leicht instabil zu sein. Eine Studie mit einer 20% igen Lösung stellte fest, dass sich das  Astragalosid I. im Laufe von 35 Tagen bei 5 ° C auf 30% des ursprünglichen Inhalts reduzierte, Astragaloside II und III auf zwischen 50-75% des ursprünglichen Inhalts, während Astragalosid IV und der Polysaccharid Astragalin nahezu bei 100% nach 35 Tagen blieben.

Die Chinesische Medizin unterscheidet aufgrund ihrer Systematik verschiedene Einnahmeformen und verschiedene Wirkungen. Beispielsweise geröstet in Honig zur Stärkung des Milz- Qi.

Die wichtigste bioaktive Verbindung in Astragalus membranaceus ist Astragalosid IV. Die Standarddosis für Astragalosid IV beträgt 5-10 mg.

Im Tierversuch wurden bei bis zu 100g/kg Körpergewicht keine Nebenwirkungen beobachtet. Da Astragalus membranaceus das Immunsystem stimulieren kann, könnten die Symptome von Autoimmunerkrankungen verschlimmert werden. Personen mit solchen Erkrankungen sollten die Pflanze meiden. Zur Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine hinreichenden Studien vor.

Hinweise

Da Tragant Enzyme zum Abbau bestimmter Stoffe im Körper hemmt, hat es Auswirkung auf die Wirksamkeit von Medikamenten und kann zu erhöhtem Auftreten von Nebenwirkungen führen:

 

Makrolidantibiotika

Clarithromycin

 

Erythromycin

Benzodiazepine

Alprazolam

Diazepam

Midazolam

 

Triazolam

nicht: Lorazepam,
Oxazepam

Calciumkanalblocker

Amlodipin

Diltiazem

Felodipin

Lercanidipin

 

Nifedipin

Nisoldipin

Nitrendipin

Verapamil

Immunsuppressiva

Ciclosporin

Sirolimus

 

Tacrolimus

HIV-Protease-Inhibitoren

Indinavir

Ritonavir

 

Saquinavir

Statine

Atorvastatin

Lovastatin

 

Simvastatin

nicht: Pravastatin

Gerinnungshemmer

Apixaban

Phenprocoumon

Rivaroxaban

 

nicht: Dabigatran,
Heparin

Diverse

Amiodaron

Aripiprazol

Buspiron

Carbamazepin

Chinidin

Chinin

Ethinylestradiol

 

Imatinib

Methadon

Sildenafil

Tamoxifen

Terfenadin

Trazodon

Vincristin

Quelle: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2012/daz-40-2012/interaktionen-mit-cyp3a4

 

Quellen:

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