Darmgesundheit, Probiotika bei Histaminintoleranz

“Alles Übel wohnt im Darm” erkannte bereits Hippokrates. Heute weiss man, dass der Darm über viele Verbindungen mit dem Nervensystem, dem Immunsystem, dem Hormonsystem und den Entgiftungssystemen des Köpers sehr entscheidend verbunden ist. Die Gesundheit, beziehungsweise auch die mikrobielle Besiedelung des Darms entscheiden über Gesundheit und Wohlbefinden oder Krankheit und Unwohlsein. Daher gibt es zahlreiche Empfehlungen den Darm und seine Darmflora positiv zu beeinflussen. Ein historisches Mittel waren fermentierte Produkte wie Sauerkraut, Kefir, Joghurt, saure Bohnen, Brottrunk um nur einige bekannte zu nennen. Solche Produkte sind jedoch bei Histaminintoleranz sehr problematisch, da die Besiedlung mit Bakterien nicht kontrolliert ist. So können beispielsweise Lactobacillus bulgaricus, Lactobacillus casei, oder Lactobacillus delbrueckii an dem Prozess beteiligt sein und nach im Fermentationsprozess erhebliche Mengen Histamin und anderer biogener Amine wie Tyramin produzieren. Von daher sind wild fermentierte Lebensmittel für Personen mit Histamin Problematik mehr als kritisch. Aber auch in der Lebensmittelproduktion und in manchen Probiotika werden viele Bakterienstämme eingesetzt, die Histamin produzieren und deren Verzehr somit entsprechende gesundheitliche Beeinträchtigungen und Gefahren mit sich bringt.